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-> Zeitungsbericht (Scan)-

nur Text: Der König vom Hohenbogen
 
In zwölf Stunden 6.800 Höhenmeter überwunden
 
Neukirchen b. Hl. Blut. Martin Mühlbauer aus Bad Kötzting ist der “König vom Hohenbogen”. Beim der 12-Stunden-Skitour schaffte er am Samstag 17 Aufstiege und damit unglaubliche 6.800 Höhenmeter. Zwar wurden die 18 Aufstiege von Vorjahressieger Michael Mühlbauer aus Lam, nicht getoppt. Die Ergebnisse der Teilnehmer sind aber einmal mehr aller Ehren wert, wie Bürgermeister Sepp Berlinger bei der Siegerehrung im Liftstüberl der Hohenbogenbahn feststellte.
 
Die Idee zu der Veranstaltung hatten erstmals 2010 Wolfgang Kuchler und Ludwig Pongratz aus Neukirchen b. Hl. Blut, beide passionierte Tourengeher und Ausdauersportler. Die Veranstaltung braucht fast keine Werbung, denn alleine durch Mundpropagande melden sich die Teilnehmer zu dieser Mammut-Tour an, die auf 75 Starter begrenzt ist. Aus dem ganzen Bayerischen Wald, aus Tschechien und aus Oberbayern reisten die Tourengeher an. Das Reglement forderte zwischen 7 und 19 Uhr möglichst viele Aufstiege auf einer am Pistenrand festgelegten und an unübersichtlichen Stellen abgesperrten Route von der Tal- zur Bergstation der Hohenbogenbahn. Beim ersten Aufstieg wurden die Wintersportler mit einem grandiosen Sonnenaufgang an der Bergstation empfangen, der über so manche Strapaze hinweghalf. Konstant drehte die Spitzengruppe eine “Runde” um die andere. Gut 30 Minuten nur brauchten die Top-Leute, um die 400 Höhenmeter hinaufzulaufen und auf Skiern wieder zum Startpunkt zurückzukehren. Auch wenn die “Rundenzeiten” der Spitzenreiter über den Tag auf gut 45 Minuten anwuchsen, so ist dies für “Normalsterbliche” noch immer eine unglaubliche Leistung.
 
Immer wieder informierten sich andere Skifahrer und Zuschauer im Bereich der Talstation über die Veranstaltung und zeigten sich von der Ausdauer und der unaufgeregten Leistung der Männer und Frauen beeindruckt, die kaum am Meldepunkt im Skicenter an der Talstation angekommen schon wieder die Skier anschnallten und nach oben marschierten. Nach 12 Stunden und einer kurzen Auswertung konnte zur Siegerehrung im Liftstüberl geschritten werden, wo Wolfgang Kuchler und Ludwig Pongratz Teilnehmer, Helfer und Bürgermeister Sepp Berlinger als Schirmherrn sowie Vizelandrat Egid Hofmann begrüßen konnte. Der Dank der beiden Veranstalter galt den zahlreichen Helfern, der Bergwacht, Ludwig Pfeiffer und dem Team vom Skicenter sowie der Hohenbogenbahn für die Unterstützung. Mit Rennleiter Michael Leitermann waren rund 25 Streckenposten und Schiedsrichter eingesetzt, die sich über die zwölf Stunden abgewechselt haben. Sepp Berlinger war geradezu überwältigt, von der Leistung, die an diesem Tag abgeliefert wurde. “Das muss man schon wirklich gerne tun”, stellte er angesichts der Strapazen fest und zollte jedem Respekt, der die 400 Höhenmeter von der Tal- und Bergstation hinaufmarschiert ist, wobei die Leistung der Spitzenleute sowieso nicht mehr in Worte zu fassen sei.
 
Bei der Siegerehrung wurden an alle Teilnehmer Erinnerungsurkunden verteilt, die Gruppensieger bei den Damen, Herren und der Jugend erhielten einen außergewöhnlichen "Pokal", einen auf einer Holzplatte befestigten Hohenbogenstein, “eben den puren Hohenbogen”, wie Wolfgang Kuchler meinte. Die Sieger: Martin Mühlbauer aus Bad Kötzting schaffte 17 Aufstiege, was einer Höhendifferenz von 6.800 Metern entspricht. Fast genauso sensationell ist die enorme Leistung von Josef Schütz (Vorderbuchberg), Toni Niedermeier (Bad Wiessee) und Wolfgang Hochholzer (Lam) zu bewerten, die jeweils 16 Aufstiege schafften. 14 Aufstiege meisterten Martinus Estner (Warngau), Florian Kaml (Zwiesel), Stepan Becvar (Klatovy) und Josef Lechner aus Bad Aibling. Bei den Damen holte sich Christina Regele aus Neukirchen b. Hl. Blut mit zwölf Runden den Pokal, elf Mal stieg Verena Schütz (Vorderbuchberg) auf, Klaudia Lemberger (Furth im Wald) und Bettina Preis (Bodenmais) schafften immer noch beachtliche sieben Runden. Bei der männlichen Jugend siegte Fabian Utzart (Stallwang) mit sechs Aufstiegen vor Jonas Gilch (Bogen) mit fünf Runden und Philipp Decker (Furth im Wald) und Tobias Weber (Neukirchen b. Hl. Blut) mit einer Runde genauso wie Anna Hofmann aus Neukirchen b. Hl: Blut, die in der Klasse “Jugend weiblich” antrat.